Rhabarber-Baiser-Kuchen

Okay, das ist schon über ein halbes Jahr her, aber hier noch ein Kuchen, den ich kurz vor Ende der Rhabarber-Saison gebacken habe:

 

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1. Teig und Rhabarber ab in den Ofen!

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2. Herausnehmen…

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3.  …die Baisermasse darauf zu verteilen. Zurück in den Ofen damit.

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4. Die Baisermasse ist fertig gebacken und muss auskühlen.

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5. Nur noch mit Puderzucker bestreuen…

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6. … und genießen!

Das Rezept stammt übrigens aus der „meine Familie & ich“ 5/2016.

Zimtstern-Mitts

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Schon vor längerer Zeit habe ich diese schönen Handstulpen entdeckt: http://knitting-and-so-on.blogspot.de/2013/11/zimtstern-mitts.html

Gut, dachte ich, erstmal Wolle organisieren. Mein erster Versuch lief mit Sport- und Strumpfwolle Color 4-fach von Wolle Rödel (Art.-Nr. 15975) (Beige- und Braun-Töne mit langem Farbverlauf bis hin ins Rötliche).
Leider war ich überhaupt nicht zufrieden mit der Qualität dieser Wolle. Die Wolle war leider nicht sonderlich fest verzwirnt und hat sich somit schnell aufgedröselt. Ich war ziemlich genervt und habe die Wolle, nachdem dann noch der Faden gerissen ist, in die Tonne gehauen (und da muss es schon hoch kommen, dass ich Wolle komplett entsorge, aber mit dieser Wolle wollte ich nicht mal mehr Reste verstricken). Gefilzt hat die Wolle auch noch. So etwas habe ich bei Sockenwollqualität noch nicht mal bei Wolle vom Discounter erlebt. Auf Fotos habe ich seinerzeit, entnervt wie ich war, verzichtet.

Das Projekt wurde etwas ad acta gelegt, es fehlte die Wolle. Bis ich dann die Supersocke 4-fach Merino extrafein-color von ONline in der Farbe 2030 (Beige- und Brauntöne mit etwas kürzerem Farbverlauf) gefunden habe. Ich war echt angetan, die Wolle ließ sich nämlich richtig gut stricken.

Also ran an die Anleitung. Übersetzen ließ sich die Anleitung eigentlich ganz gut. Einige neue Kniffe konnte ich auch erlernen (z. B. verschiedene Arten Wendemaschen) und rechts- und linksgeneigte Zunahmen von rechten und linken Maschen konnte ich so richtig intensiv üben. Die Übersetzung der Anleitung darf ich mit freundlicher Genehmigung der Urheberin zur Verfügung stellen. Hier ist sie: zimtstern-mitts-deutsch

Zu den Handstulpen selbst: Die Konstruktion ist richtig raffiniert! Sie beginnt am Daumen, dann wird in Runden zugenommen, gleichzeitig wird in jeder 4. von 5 Runden mit der Häkelnadel ein sternförmiges Muster aufgehäket. In Reihen wird das Sternmuster fortgesetzt, wobei eine Sechstel der Maschen zuvor als obere Kante abgekettet wurde. Dann werden die Maschen seitlich durch Abketten mit 3 Nadeln miteinander verbunden. Die so entstandene schiefe Kante wird durch verkürzte Reihen wieder ausgeglichen, bevor zum Schluss das Bündchen wieder in Runden gestrickt wird. Und das Gute: Der Faden muss nicht neu angesetzt werden! Nur zwei Fadenenden zum Vernähen sind schon ein gutes Argument, mich dran zu wagen.

Teil 1 (der Daumen) ging mir schnell von der Hand. Teil 2 (die Zunahmen in den nächsten Runden, inkl. 5 Runden Häkelei) war schon kniffeliger, zumal in der 1. der fünf Runden rechts und links des Maschenmarkierers rechts- und linksgeneigte Zunahmen gearbeitet werden mussten. Die Kettmaschen auf das Gestrick zu häkeln war dann schon eine Herausforderung, und jedes Mal fühlte ich mich im Strickfluss unterbrochen. Irgendwann hatte ich das auch raus und habe in die richtigen Löcher gestochen und ein gleichmäßiges Sternmuster hinbekommen.
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Teil 3 wurde dann noch kniffeliger, da durfte ich nämlich die Häkelei 2x von links nach rechts statt von rechts nach links arbeiten (und die Zunahmen wurden in den Rückreihen mit linken Maschen gebildet). Das Abketten mit 3 Nadeln war dann wiederum harmlos.
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Dann kam Teil 4 – und ich bekam die Krise. Mit der Anleitung kam ich nicht klar, ich kam mit den Maschenzahlen nicht hin. Mehrere Skizzen zum besseren Verständnis und eine verzweifelte Frage an die geistige Schöpferin der Anleitung brachten leider nicht den Knoten zum Platzen. Ich habe das erste Paar also mit einem vermurksten Teil 4 fertig gemacht und mir vorgenommen, beim zweiten Paar eine strickbare Anleitung zu erarbeiten. Ich habe das erste Paar jemandem geschenkt, der sich sehr über alle Arten von Stulpen gefreut hätte. An einem Reststück Wolle habe ich dann hin- und herexperimentiert, kam auf abweichende Maschenzahlen in der Anleitung und konnte dann die verkürzten Reihen so stricken, dass das Ergebnis symmetrisch war.
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Man erkennt deutlich, dass rechts und links einer Masche über einige Reihen Abnahmen gearbeitet werden.

Hier sieht man auch noch mal schön die Unterschiede zwischen den beiden Wendemaschen-Arten:

Die W+w-Masche bildet „Zweierpäckchen“ von je einer umwickelten und einer unbearbeiteten Masche.
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Die Wendemasche mit dem zusätzlichen Umschlag bildet mit der unbearbeiteten Masche „Dreierpäckchen“, da die Wendemasche durch den zusätzlichen Umschlag wie eine Doppelmasche ähnlich wie bei der Bumerangferse aussieht.
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Mit der überarbeiteten Anleitung habe ich dann das zweite Paar fertig gestrickt.

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Da die Stulpen schon Anhänger gefunden haben, werden sie jetzt auf Wunsch einer einzelnen Schwiegertante noch mal in etwas leuchtenderen Farben gestrickt. Hierfür habe ich Opal Regenwald 4-fach Sweetie, Farbe 9243 (Pink-Lila- und Orangetöne) verwendet. Einer ist (Stand 04.01.2017) schon fertig:

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Herzlichen Dank an Sybil Ra von knitting-and-so-on, die mir für die Anleitung ihre eigenen Fotos und Strickschriften zur Verfügung gestellt hat!