{"id":386,"date":"2019-10-06T09:30:28","date_gmt":"2019-10-06T07:30:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/?p=386"},"modified":"2019-10-06T09:30:28","modified_gmt":"2019-10-06T07:30:28","slug":"der-2011er-imac-und-das-leidige-thema-mit-der-grafikkarte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/2019\/10\/06\/der-2011er-imac-und-das-leidige-thema-mit-der-grafikkarte\/","title":{"rendered":"Der 2011er iMac und das leidige Thema mit der Grafikkarte"},"content":{"rendered":"<p>Wie im MacBook Pro von 2011 werkelt im iMac des gleichen Jahres auch eine Grafikkarte der AMD Radeon HD 6-Serie mit einer \u00e4hnlich hohen Ausfallrate. Beim iMac kann man leider nicht, wie beim MacBook Pro, auf die Intel HD3000 wechseln, so muss hier eine andere L\u00f6sung her. Zum Gl\u00fcck hatte Apple bei diesem Ger\u00e4t die Grafikeinheit nicht auf dem Logicboard verl\u00f6tet, sondern eine recht gebr\u00e4uchliche MXM-Karte verwendet, die man austauschen kann. Beim Austausch kann man nat\u00fcrlich eine baugleiche nehmen mit dem selben Seriendefekt, diese wird aber auch nicht ewig halten. Als Alternative kann man MXM-Karten aus Dell\/Alienware Laptops einbauen. Diese sind in der Regel auch deutlich g\u00fcnstiger. \u00dcbrigens sind auch bei den Modellen von 2009 und 2010 die Grafikkarten auf die gleiche Art und mit den selben Karten zu wechseln.<\/p>\n<p><strong>Vorteile:<\/strong><br \/>\n* alternative Karten sind deutlich g\u00fcnstiger<br \/>\n* Karten der neueren Generation sind schneller und oft auch stromsparender<br \/>\n* Karten der neueren Generation sind metal-f\u00e4hig, also f\u00fcr Mojave geeignet<\/p>\n<p><strong>Nachteile:<\/strong><br \/>\n* Kein Bootscreen mehr. Bild kommt erst, wenn das OS komplett geladen ist<br \/>\n* Hintergrundbeleuchtung ist nicht mehr einstellbar<br \/>\n* Target-Mode funktioniert nicht mehr<br \/>\n* K\u00fchler muss angepasst werden<\/p>\n<p>Aber es gibt mittlerweile schon einige L\u00f6sungen, um die Nachteile auszumerzen, aber das ist etwas f\u00fcr die n\u00e4chsten Beitr\u00e4ge. In diesem soll erst mal die defekte Karte ausgetauscht werden.<\/p>\n<p>Bevor wir loslegen erst mal der obligatorische Haftungsausschluss:<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Ich \u00fcbernehme keinerlei Haftung f\u00fcr irgendwelche Sch\u00e4den, die bei der Reparatur elektronischer Ger\u00e4te, dem Aufbau und Betrieb elektronischer Schaltungen, an Personen oder Ger\u00e4ten entstehen k\u00f6nnen. <\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Welche Karten funktionieren?<\/strong><\/p>\n<p>Mann muss vorher wissen, dass in einem 21,5&#8243; nur kleine MXM 3.0A Karten rein passen und im 27&#8243; sowohl die kleine MXM 3.0A als auch die Gr\u00f6\u00dferen MXM 3.0B Karten. Karten die bis jetzt erfolgreich getestet wurden sind die MXM 3.0-B von Dell\/Alienware GTX 765M, GTX 770M, GTX 780M und die GTX 860M. Dazu kommen noch die kleine MCM 3.0-A Karten Quadro K1100M und die K2000M.<\/p>\n<p><strong>Anpassung des K\u00fchlers<\/strong><\/p>\n<p>Weil jede Karte einen anderen Aufbau an Komponenten hat, muss der K\u00fchler in de meisten F\u00e4llen angepasst werden. Hierf\u00fcr eignet sich ein Dremel oder vergleichbares Werkzeug. F\u00fcr die hier benutzte GTX 765M (rechts) musste ich an zwei Stellen etwas aus dem K\u00fchler flexen und das Kreuz auf der R\u00fcckseite musste auch etwas angepasst werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-416\" src=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4645_DxO.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4645_DxO.jpg 640w, https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4645_DxO-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-417\" src=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4649_DxO.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4649_DxO.jpg 640w, https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4649_DxO-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-418\" src=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4651_DxO.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4651_DxO.jpg 640w, https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4651_DxO-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die von mir verwendete K1100M musste ich sowohl den K\u00fchler als auch das Kreuz etwas anpassen. Beim Befestigen des K\u00fchlers muss neben der W\u00e4rmeleitpaste auf dem GPU auch ein W\u00e4rmeleitmittel auf den Speicherchips, Spulen und Kondensatoren aufgetragen werden. Hier benutze ich gerne W\u00e4rmeleitpads statt W\u00e4rmeleitpaste. Normale W\u00e4rmeleitpaste kann hierf\u00fcr auch nicht benutzt werden, weil der Abstand zwischen den Speicherchips und dem K\u00fchlk\u00f6rper deutlich gr\u00f6\u00dfer ist als der Abstand vom GPU und dem K\u00fchlk\u00f6rper. Hierf\u00fcr eignet sich ansonsten K5-Pro.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-419\" src=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4656_DxO.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4656_DxO.jpg 640w, https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4656_DxO-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-420\" src=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4657_DxO.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4657_DxO.jpg 640w, https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DSC4657_DxO-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p><strong>Einbau der Grafikkarte<\/strong><\/p>\n<p>Um die neue Grafikkarte einzubauen, muss erst mal die alte heraus &#8211; und daf\u00fcr muss leider der ganze iMac auseinander gebaut werden. Leider gibt es bei iFixit nur eine Anleitung f\u00fcr den 21,5 iMac, aber nicht f\u00fcr das 27&#8243; Modell. Die Schritte f\u00fcr den 27&#8243; iMac sind nahezu identisch zu dem vom 21,5&#8243; iMac. Lediglich befinden sich einige Kabel an einer anderen Stelle. So ist z.B. das Audio-Kabel bei Schritt 32 deutlich k\u00fcrzer.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.ifixit.com\/Anleitung\/iMac+Intel+215-Inch+EMC+2428+GPU+Karte+austauschen\/5980\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/de.ifixit.com\/Anleitung\/iMac+Intel+215-Inch+EMC+2428+GPU+Karte+austauschen\/5980<\/a><\/p>\n<p><strong>Was, wenn es dunkel bleibt?<\/strong><\/p>\n<p>Es k\u00f6nnen nach dem Tausch 3 Sachen passieren:\u00a0 Zum einen startet der iMac und es kommt nach dem Starten des Betriebssystems auch ein Bild &#8211; das ich nat\u00fcrlich das, was wir wollen. Es kann aber auch nichts passieren, also dass der iMac \u00fcberhaupt nicht startet. In diesem Fall ist auch nicht viel zu machen &#8211; hei\u00dft Karte wieder ausbauen. Hier besteht eventuell noch die M\u00f6glichkeit, die Karte mit einer neuen Firmware auszustatten. Dazu aber mehr in n\u00e4chsten Beitrag. Es kann auch passieren, dass der iMac startet, aber kein Bild kommt. In diesem Fall kann man noch die Nvidia Webdrivers installieren, vorausgesetzt, man hat sich f\u00fcr eine Nvidia Karte entschieden. Allerdings gibt es f\u00fcr Mojave keine Nvidia-Webdrivers mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>System aufr\u00fcsten oder neu installieren<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Einbau wird das bereits installierte Betriebssystem weiterhin funktionieren. Auch sollten Updates keine Probleme machen. Allerdings macht eine Neuinstallation bzw. ein Upgrade auf ein neueres Betriebssystem Probleme. Dies endete in meinen Tests immer in einer Bootschleife. Um ein Betriebssystem installieren zu k\u00f6nnen, braucht man entweder einen zweiten Apple Rechner, wo man die Installation vollziehen kann und anschlie\u00dfend die Festplatte in den iMac baut, oder man muss die alte defekte Karte einbauen, solange diese noch im abgesichertem Modus funktioniert. Auch f\u00fcr die Installation per Mojave-Patcher muss man eine dieser beiden Optionen w\u00e4hlen. Allerdings besteht die M\u00f6glichkeit, den BootRom und das vBios der Grafikkarte zu modifizieren, sodass eine Neuinstallation m\u00f6glich ist. Dies werde ich in meinem folgenden Blogeintrag dokumentieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie im MacBook Pro von 2011 werkelt im iMac des gleichen Jahres auch eine Grafikkarte der AMD Radeon HD 6-Serie mit einer \u00e4hnlich hohen Ausfallrate. Beim iMac kann man leider nicht, wie beim MacBook Pro, auf die Intel HD3000 wechseln, so muss hier eine andere L\u00f6sung her. 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