{"id":444,"date":"2019-12-20T09:07:28","date_gmt":"2019-12-20T08:07:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/?p=444"},"modified":"2019-12-23T11:18:44","modified_gmt":"2019-12-23T10:18:44","slug":"der-2011er-imac-und-das-leidige-thema-mit-der-grafikkarte-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/2019\/12\/20\/der-2011er-imac-und-das-leidige-thema-mit-der-grafikkarte-teil-2\/","title":{"rendered":"Der 2011er iMac und das leidige Thema mit der Grafikkarte &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>Im zweiten Teil der Anleitung f\u00fcr eine alternative Grafikkarte im iMac geht es um den Bootscreen und um Karten, die obwohl diese funktionieren sollten kein Bild erzeugen. Es gibt Karten die baugleich sind, aber in anderen Laptops verbaut wurden und somit eine andere Firmware haben und deswegen nicht so funktionieren wie sie sollten. Karten von Dell\/Alienware funktionieren in der Regel, aber die gleichen Karten wurden z.B. auch in HPs und MSI Laptop verbaut und diese funktionieren eben nicht. Hier ist die L\u00f6sung, dass man die Firmware der Karte mit der von einer Dell\/Alienware-Karte ersetzt. Der Bootscreen oder Startbildschirm ist eigentlich nicht so wichtig, w\u00e4re da nicht die M\u00f6glichkeit die Wiederherstellung oder eine Neuinstallation durchzuf\u00fchren ohne diese M\u00f6glichkeit. Ohne einen Startbildschirm wird der Recoverymodus \u00fcberhaupt nicht starten und die Neuinstallation in einer Endlosschleife h\u00e4ngen bleiben. Weil beide Punkte den selben Arbeitsschritt beinhalten, habe ich diese nat\u00fcrlich auch als einen behandelt, n\u00e4mlich das Anpassen der Firmware der Grafikkarte. Diese Anleitung hatte etwas aus sich warten lassen, weil bis vor ein paar Wochen musste auch noch das BootRom des iMacs hierf\u00fcr modifiziert werden. Dies ist nun nicht mehr notwendig.<\/p>\n<p>Aber bevor wir loslegen &#8211; Ihr kennst das ja schon &#8211; erst mal der obligatorische Haftungsausschluss:<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Ich \u00fcbernehme keinerlei Haftung f\u00fcr irgendwelche Sch\u00e4den, die bei der Reparatur elektronischer Ger\u00e4te, dem Aufbau und Betrieb elektronischer Schaltungen, an Personen oder Ger\u00e4ten entstehen k\u00f6nnen.<\/span> <\/strong><\/p>\n<p>&gt;&gt; Sollten Sie Windows auf dem iMac haben und dieses auch starten k\u00f6nnen, k\u00f6nnen Sie gleich zum Punkt: &#8222;Firmware der Grafikkarte anpassen&#8220; springen.<\/p>\n<p>F\u00fcr dieses Unterfangen brauchen wir neben dem defekten iMac einen zweiten Rechner und ein CH341A USB EPROM-Brenner. Den gibt es bei dem Onlinekaufhaus mit den 4 bunten Buchstaben f\u00fcr etwas unter 10 Euro. Achtet beim Kaufen darauf, dass es der schwarze CH341A ist und mit der Klammer. Als zweiten Rechner habe ich ein altes MBP mit Windows XP genommen. Bei Windows 10 gibt es Probleme mit den Treibern f\u00fcr das CH341A und einen Windows 7 Rechner hatte ich nicht zu Hand, sollte aber auch auf Windows 7 funktionieren. Sollte man keinen passenden alten Rechner haben, ein Windows XP Laptop bekommt man gebraucht f\u00fcr unter 30 Euro.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-466\" src=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/ch341A.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/ch341A.jpg 640w, https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/ch341A-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/ch341A-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Weiterhin brauchen wir noch etwas Software und die passende Firmware der Grafikkarte. Ich habe alles, was ben\u00f6tigt wird, in einem Download zusammen gefasst. Diese Firmware und s\u00e4mtliche Informationen habe ich aus dem Macrumors Forum. <a href=\"https:\/\/forums.macrumors.com\/threads\/2011-imac-graphics-card-upgrade.1596614\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Externer Link<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/die-oswalds.de\/downloads\/iMac.zip\">Download<\/a> (etwa 8MB) CRC32-HASH: 0826EC78<\/p>\n<p>CH341A.EXE wird durch McAfee als Virus erkannt.<\/p>\n<p><strong>Installation und Nutzung des CH341A<\/strong><\/p>\n<p>Das CH341A muss vor Gebrauch erst mal auf dem Zweitrechner installiert werden. Im Order &#8222;Treiber CH341A&#8220; aus obigem Download befindet sich der passende Treiber f\u00fcr das CH341A. Einfach die &#8222;setup.exe&#8220; ausf\u00fchren und auf &#8222;Install&#8220; klicken. Nach erfolgreicher Installation kann nun das CH341A an den Rechner angeschlossen werden.<\/p>\n<p><strong>Benutzung des CH341A<\/strong><\/p>\n<p>Die Benutzung de CH341A ist recht einfach, wenn man wei\u00df worauf man achten muss. Leider kommt das Ger\u00e4t ohne jegliche Anleitung oder Treiber daher. Ich habe einige Zeit gebraucht und im Internet gesucht, bis ich damit zurecht kam. Das CH341A ist sowohl f\u00fcr &#8222;24 EEPROM&#8220; als f\u00fcr &#8211; was wir brauchen &#8211; &#8222;25 SPI Flash&#8220; Chips geeignet. Auf dem CH341A ist dies mit einer kleinen Zeichnung gekennzeichnet. Auch ist in dieser Zeichnung zu sehen, wo der Pin1 hingeh\u00f6rt. Pin 1 ist mit einem kleinen Punkt gekennzeichnet. Hier wird die Klammer so angebracht, dass der rote Draht Pin1 entspricht. Der Pin1 1 ist auch dem entsprechendem Chip mit einem kleinen Kreis gekennzeichnet, auf dem Logicboard sogar mit einem kleinen wei\u00dfem Pfeil.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-462\" src=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/DSC4713_DxO.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/DSC4713_DxO.jpg 640w, https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/DSC4713_DxO-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-463\" src=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/DSC4714_DxO.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/DSC4714_DxO.jpg 640w, https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/DSC4714_DxO-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Zum Beschreiben eines EEPROM habe ich das ben\u00f6tigte Programm in dem Ordner &#8222;Software CH341A&#8220; mitgeliefert. Die Software braucht man nicht zu installieren, man muss nur\u00a0 das Programm &#8222;CH341A&#8220; ausf\u00fchren. Im Programm muss man erst den entsprechenden Typ EEPROM ausw\u00e4hlen, dies ist ein &#8222;25 SPI Flash&#8220;. Das automatische Erkennen des EEPROM \u00fcber den Knopf &#8222;Detect&#8220; schl\u00e4gt meistens fehl und gibt den falschen Wert zur\u00fcck, also m\u00fcssen wir den entsprechenden Chip per Hand ausw\u00e4hlen. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir erst mal wissen, welcher Chip verbaut wurde. Hierf\u00fcr braucht man schon eine Lupe, um den Text auf dem Chip lesen zu k\u00f6nnen. In meinem Fall wurde ein MX25L6405D verbaut. Diesen w\u00e4hlen wir entsprechend in der Software aus unter dem Knopf &#8222;Chip Search&#8220;. Hier k\u00f6nnen wir einfach im Feld &#8222;Chip Name&#8220; einen Teil der Bezeichnung eingeben und im unteren Teil den entsprechenden Chip ausw\u00e4hlen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-468\" src=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/CH341A-software.gif\" alt=\"\" width=\"581\" height=\"385\" \/><\/p>\n<p>Es kann vorkommen, dass ein Chip nicht im Programm vorkommt, aber mit einer anderen Einstellung beschrieben werden kann. So hatte ich zum Beispiel einen 25Q064A, was &#8211; wie f\u00fcr einen iMac von 2011 \u00fcblich ist &#8211; ein 8MByte\/64MBit Chip ist. So habe ich von oben nach unten jeden 8MByte\/64MBit Chip ausprobiert und mit dem W25Q64BV dann beschreiben k\u00f6nnen. Es ist ratsam, nach jedem durchgef\u00fchrten Schreibvorgang, diesen zu kontrollieren, indem man das Geschriebene mit dem Original vergleicht. Hierf\u00fcr gibt es die Option &#8222;Verify&#8220; oben im Men\u00fc. Aber bevor wir einen Chip beschreiben, machen wir erstmal ein Backup, indem wir\u00a0 im Men\u00fc auf &#8222;Read&#8220; klicken. Nach dem Einlesen der Daten des EEPROMS k\u00f6nnen wir diese einfach in eine BIN-Datei \u00fcber den Men\u00fcpunkt &#8222;Save&#8220; speichern. Zum Beschreiben m\u00fcssen wir erst eine BIN-Datei ausw\u00e4hlen \u00fcber den Men\u00fcpunkt &#8222;Open&#8220; und anschlie\u00dfend den Punkt &#8222;Program&#8220; dr\u00fccken. Man kann vorher eventuell noch den Punkt &#8222;Erase&#8220; w\u00e4hlen, um den Chipinhalt zu l\u00f6schen.<\/p>\n<p><strong>Firmware der Grafikkarte anpassen<\/strong><\/p>\n<p>Momentan gibt es angepasste Firmware f\u00fcr die Quadro K1000M, K1100M, K2000M, K2100M, GTX 765M, GTX 770M und GTX 780M. Ebenfalls gibt es Firmware f\u00fcr die AMD WX4170 (RX560) und die AMD WX7100 (RX580), allerdings brauchen die AMD-Karten noch einige andere Modifikation, welche ich in diesem Beitrag nicht behandeln werde. Diese Firmware befindet sich im Ordner &#8222;GPU Firmware&#8220; im Download. Es gibt zwei M\u00f6glichkeiten, die Firmware der Grafikkarte anzupassen: entweder aus einer Windows Installation heraus oder mit dem CH341A. Wenn man die Karte bereits eingebaut hat und Windows installiert hat, ist dies die einfachste Methode. Hierf\u00fcr habe ich das Flashtool von Nvidia in den Download hinzugef\u00fcgt. nvflash ist f\u00fcr das 32-Nit System und nvflash64 f\u00fcr ein 64-Bit System. Man sollte vorher remote desktop aktiviert haben oder \u00fcber eine andere Art, z.B. VNC die M\u00f6glichkeit haben um auf das System zugreifen zu k\u00f6nnen weil die Chance besteht, dass der Bildschirm w\u00e4hrend des Flashens ausgeht. Und man sollte, bevor man die modifizierte Firmware installiert, erst mal eine Sicherheitskopie der alten Firmware machen. Hierf\u00fcr geben wir folgendes Kommando ein:<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><em>nvflash -b alt.rom<\/em><\/span> oder <span style=\"color: #0000ff;\"><em>nvflash64 -b alt.rom<\/em><\/span><\/p>\n<p>Nach erfolgreichem Backup k\u00f6nnen wir die modifizierte Firmware ins Rom flashen:<\/p>\n<p><em><span style=\"color: #0000ff;\">nvflash neuesbios.rom<\/span><\/em> oder <span style=\"color: #0000ff;\"><em>nvflash64 neuesbios.rom<\/em><\/span><\/p>\n<p>Wobei neuesbios.rom nat\u00fcrlich durch den Namen der zuvor heruntergeladenen Biosdatei ersetzt wird.<\/p>\n<p>Sollte man kein Windows installiert haben oder nicht gestartet bekommen, muss man den CH341A benutzen. Daf\u00fcr muss die Karte, sollte man diese bereits eingebaut haben, wieder aus dem iMac ausgebaut werden. Wie oben beschrieben m\u00fcssen wir erst den Type des EEPROM mit der Lupe herausfinden und in der Software einstellen. Danach die Klammer auf den Chip befestigen und die Firmware entsprechend sichern und die neue installieren. Hiernach kann die Karte wieder eingebaut werden. Ob es richtig funktioniert hat, sieht man anschlie\u00dfend wenn das OS hoch gefahren ist und man oben auf den Apfel klickt und &#8222;\u00dcber meinen Mac&#8220; ausw\u00e4hlt. In dieser \u00dcbersicht sollte bei Grafikkarte ein Vermerk von Nick[D]vB stehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-470\" src=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Mojave2011.jpg\" alt=\"\" width=\"597\" height=\"344\" srcset=\"https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Mojave2011.jpg 597w, https:\/\/www.die-oswalds.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Mojave2011-300x173.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 597px) 100vw, 597px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im zweiten Teil der Anleitung f\u00fcr eine alternative Grafikkarte im iMac geht es um den Bootscreen und um Karten, die obwohl diese funktionieren sollten kein Bild erzeugen. Es gibt Karten die baugleich sind, aber in anderen Laptops verbaut wurden und somit eine andere Firmware haben und deswegen nicht so funktionieren wie sie sollten. 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